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Drei Künstlerinnen und ein Künstler stellen sich mit vier verschiedene Programmen vor. Was das Thema, das Medium, den Stil betrifft, ist die Ausstellung ihrem inhaltichen Ausdruck nach heterogen.
Zvjezdana Mihalke wurde am 15.10.1968 in Sisak geboren. Das Abitur machte sie in Kutina. Sie fängt mit dem Studium an der Kunstakademie in Sarajevo an. Wegen des Krieges in Bosnien kommt sie nach Zagreb und hier beendet sie das Hochschulstudium. Zvjezdana präsentiert ihre Aquarell und Oelbilder. Thematisch sind ihre Stillbengemälde am interessantesten. Die Komposition ist zentral, reich an Farben und frish im Ausdruck. Die Malerin findet das richtige Maß zwischen der farbig konstruierten Masse und den grafischen Elementen. Makropläne dienen als Vorlage für koloristische Variationen eines lyrisch-dekorativen Charakters.
Danijela Kurtz ist noch eine Vertreterin dieser Gruppe und ihrem Ausdruck nähert sie sich dem traditionellen Ausdruck wie auch Z. Mihalke. Danijela ist am 19.9.1976 in Nova Gradiška geboren. Ihren Schulabschluss bekam sie an der Mittelschule für Angewandte Kunst in Zagreb, Abteilung Bildhauerkunst. An der Kunstakademie in Zagreb setzt sie das Bildhauerstudium in der Klasse des Professors Stipe Sikirica fort. Dieses Mal stellt sie ihre Arbeiten in Tarrakota vor. Interessant sind ihre kleinen Formen in Terrakota und hiermit fängt sie an, über die Vitalität der Formen zu erzahlen. Das alles erinnert uns an H. Moor. Auch wenn das einige seine Zitate sind, ist das doch sicher eine gute Auswahl für eine junge Künstlerin am Anfang der Karriere. Egal welches Thema sie wählt, sind ihre kleinen Formen voll Lebensenergie.
Martina Zelenika ist am 28.11.1978 in Kutina geboren. Ihre Schulabschlussprüfung machte sie an der Schule für Angewandte Kunst und Design, Abteilung - Arrangement und Bühnenbild. Das Studium beendete sie 2001 an der Kunstakademie in Zagreb, Abteilung Grafik in der Klasse des Professors Ante Kuduz. Die Malerin setzt sich mit den modernen Kunstrichtungen auseinander. Sie versucht, ihr Werk als etwas Untraditionelles aufzufassen. Vom Ausstellungsbesucher wird verlangt, alle Sinne einzuschalten, um das werk zuerst zu erleben und dann soll er durch eine rationale Analyse die Bedeutung herausfinden. Im Vordergrund ist die Idee. Sie drückt sich multimedial aus. Auf diese Weise sind die Granzen zwischen Bildhauerei, Malkunst und Grafik gestrichen. Instalation-Skulptur ist von der Grafik unabhängig, währed die Grafiken aus der Skulptur hervorgebracht und von ihr inspiriert werden, Martina Zelenika interessiert sich für die Begriffe der Zeit und des Raums. Das sind für sie entscheidende und transzendentale Formen. Eine wichtige Frage ist für sie die Frage des Mikro und Makrokosmos und die Position des Menschen darin. In die Undlichkeit reisen bedeutet, nirgends ankommen.
Alen Miler ist am 14.4.1977 in Sisak geboren. Nach der Mittelschulle für Leder, Textil ud Design in Zagreb studiert er an der Kunstakademie in Zagreb, Abteilung Kunstlehrer. Für Alen Miler sind die leeren und grauen Fassaden der Häuser in Kutina eine wahre Herausforderung, eine Provokation, tabula rasa. Räume für eine mögliche Kommunikation. Auf Graffiti in übernatürlicher Größe sind auch einige Porträte, darunter auch das des Dichters Vladimir Vidriæ an der Fassade der gleichnamigen Schule. Die Ausdrucksweise des jungen Künstlers beinflussten Comics und Zeichentrickfilme. Diese Erscheinung ist ein Teil der Popkultur und bei uns hat sie auch ihre Spuren hinterlassen.

Mladen Mitar